Zahnärztegemeinschaft Svoboda & Blättler
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Was die Praxis ist
Die Zahnärztegemeinschaft Svoboda & Blättler arbeitet in Zug an der Baarerstrasse 53. Die Praxispartner sind Dr. Alex Svoboda und Dr. Karin Blättler, beide eidgenossenschaftlich diplomierten Zahnärzte und Mitglieder der SSO. Eine Zahnarztgemeinschaft bedeutet, dass zwei unabhängige Zahnärzte sich eine Praxis teilen, oft unter einer Geschätsleitung, um Infrastruktur, Geräte und Personal zu teilen, ohne dass einer dem anderen angestellt ist. Die Website beschreibt die Praxis als eine, die "Zahnmedizin anbietet, die qualitativ und technologisch auf dem allerhöchsten Stand ist, die aber dennoch zweckmässig, vernünftig und bezahlbar bleibt." Das ist das Leitprinzip: nicht die teuerste Lösung, nicht die billigste, sondern die für den Fall passende, zu einem vernünftigen Tarif.
Wer hier hingeht
Patienten gehen in diese Praxis, die "Zeit nehmen" wollen. Das beginnt beim ersten Termin. Die Website schreibt: "Wir nehmen uns Zeit für SIE, Ihre Bedürfnisse und Ihre Wünsche" und verspricht, "im persönlichen Gespräch Ihre Bedürfnisse zu erfassen und Zeit mit Ihnen die genau für Sie passende Lösung auszuarbeiten." Das ist anders als Zahnarztpraxen, die schnell durcharbeiten. Es bedeutet, dass eine Erstuntersuchung nicht routinemässig in wenigen Minuten erledigt wird, sondern dass der Zahnarzt mit dem Patienten sitzt und wirklich zuhört.
Ein zweites Prinzip ist die Informationsvermittlung. "Die umfassende Information über alle in Frage kommenden Behandlungsvarianten und die entsprechenden Kosten sind uns sehr wichtig." Das heisst, ein Patient vor einer Krone, einer Brücke oder einem Implantat wird nicht einfach für eine Lösung angestellt, sondern wird mit den Alternativen konfrontiert und erfährt, warum diese Lösung für seinen Fall geeignet sein soll. Das erfordert Zeit und Geduld. Es bedeutet auch, dass ein Patient nicht überrascht wird, wenn die Rechnung kommt, weil die Kosten im Voraus besprochen wurden.
Eine dritte Besonderheit ist die prophylaxeorientierte Ausrichtung. Die Website erklärt: "Unsere Praxis ist auf Prophylaxe ausgerichtet und setzt in erste Linie auf die Erhaltung der bestmöglichen Gesundheit und Ästhetik Ihrer Zähne." Das bedeutet, dass diese Zahnarztpraxis nicht darauf optimiert ist, aus jedem Patienten ein Implantologie-Geschäft zu machen, sondern dass die Zahnärzte zuerst fragen, wie der Patient sein Gebiss fit halten kann. Das ist eine Philosophie, die von den Zahnärztevereinigungen zwar gepredigt wird, aber nicht überall konsequent umgesetzt wird.
Ein Patient findet diese Praxis also passend, wenn er mit einer Zahnarztpraxis arbeiten will, die zuhört, informiert und nicht aggressiv behandelt. Auch jemand, der mit den Kosten eine Belastung hat und nicht automatisch zur teuersten Lösung gegriffen werden will, wird hier im Gespräch die Optionen durchkauen können.
Die Leistungen und die Qualifikation
Die Praxis nennt auf ihrer Website einen Leistungskatalog in Stichworten: Implantate, Ästhetik, Lachgas, Chirurgie, Narkose, Prophylaxe. Die Auflistung ist knapp, gibt jedoch ein Bild davon, in welchen Bereichen sie kompetent sind. Die beiden Zahnärzte sind eidgenossenschaftlich diplomierte Zahnärzte und Mitglieder der SSO, was bedeutet, dass sie die Grundausbildung und Überprüfung durch die Schweizer Zahnärztevereinigung erfüllen. SSO-Mitgliedschaft ist eine Bestätigung, dass der Zahnarzt sich an die Richtlinien des Verbands hält und regelmässige Fortbildungen absolviert.
Der Aspekt "Narkose" deutet auf eine Zusammenarbeit mit Anästhesisten hin oder auf eine Möglichkeit, für ängstliche Patienten unter Narkose zu arbeiten. Das ist nicht in jeder Zahnarztpraxis üblich und bedeutet, dass diese Gemeinschaft auch für kompliziertere Fälle ausgerüstet ist. Lachgas wird erwähnt, was eine Möglichkeit für leichtere Beruhigung ist. Die Website erwähnt, dass "das ganze Team sich regelmässig weiterbildet", was bedeutet, dass die Praxis den Wissensstand ihrer Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand hält. Dass die Website das ausdrücklich nennt, deutet darauf hin, dass die Zahnärzte dieses Thema ernst nehmen.
Die Praxis betont ihre "langjährige Erfahrung", ohne eine genaue Zahl zu nennen. Es werden keine Spezialisierungen genannt, keine SSO-Zusatzdiplome für Kieferorthopädie, Parodontologie oder andere Teilgebiete. Die beiden Partner sind Allgemeinzahnärzte, die alles von Prophylaxe bis Implantologie selbst tun. Das bedeutet auch, dass es hier keine Zweitmeinung von einem Spezialisten im gleichen Haus gibt, sondern dass Patienten für schwierige Fälle extern überwiesen werden, wie auf der Website erwähnt wird, wenn die Praxis von Zusammenarbeit mit "Fachpersonen" spricht.
Was die Website nicht sagt
Die Praxis veröffentlicht keine Tarife. Das ist typisch für Schweizer Zahnarztpraxen. Ein Patient, der einen Kostenvoranschlag braucht, wird anrufen müssen oder eine Beratung aufsuchen, um die Kosten zu besprechen. Die Philosophie der Praxis verspricht, dass "die umfassende Information über alle in Frage kommenden Behandlungsvarianten und die entsprechenden Kosten" wichtig sind, was bedeutet, dass Kosten im Gespräch auf den Tisch kommen, aber eben nicht vorab publiziert.
Es ist nicht klar, ob die Praxis ein formelles Zahnreinigungsprogramm (Prophylaxe-Recall-System) hat, wie oft Kontrolltermine empfohlen werden, oder welche spezifischen technischen Geräte die Praxis hat. Es werden keine Fachleute genannt, weder Dentalhygieniker, noch andere Spezialisten im Team, noch Namen von Assistentinnen. Es ist nicht zu sehen, ob es ein Sekretariat gibt, wer die Praxis verwaltet, oder wie gross die Praxis personalausstattungsmässig ist.
Auch die genauen Öffnungszeiten stehen nicht auf der erfassten Seite. Ein Patient müsste anrufen oder die Website erneut besuchen, um zu sehen, wann die Praxis öffnet und ob sie Samstag- oder Notfall-Sprechstunden hat. Notfallregelungen werden nicht erwähnt. Es ist nicht klar, wer die Patienten in Notfällen, etwa an Wochenenden oder nachts, betreut, ob die Praxis eine Bereitschaftsregelung hat, oder ob sie auf eine externe Notfall-Klinik verweist.
Ein Patient, der wissen möchte, wie erfolgreich die Implantate der Praxis sind, wie lange die Zahnersatze halten, oder welche Erfolgsquote die Kieferorthopädie hat, wird auf der Website keine Zahlen finden. Es gibt auch keine Patientenstimmen, keine Fallbeispiele, keine vor/nach Fotos.
Für wen sie passt und für wen nicht
Die Praxis passt für Patienten in Zug und dem Einzugsgebiet Zentralschweiz, die Zeit haben für ein ausführliches Beratungsgespräch und die daran Wert legen, dass ein Zahnarzt ihre Wünsche hört. Sie passt für Patienten, die nicht sofort zur aggressivsten Therapie gegriffen haben wollen, sondern die zunächst fragen, wie konservativ es gehen kann. Sie passt für Patienten, die mit Kosten bewusst umgehen und für die Transparenz wichtig ist. Sie passt auch für Patienten, die Angst vor Zahnbehandlung haben und mit Lachgas oder Narkose arbeiten möchten.
Die Praxis passt nicht für Patienten, die ihre Zahnbehandlung schnell und effizient erledigt haben wollen. Sie passt nicht für Menschen, die noch am selben Tag einen Termin brauchen, weil die Website keine Notfall-Hotline oder Bereitschaftsregelung nennt. Sie passt nicht für Patienten, die einen reinen Spezialist brauchen, etwa einen Kieferorthopäden oder einen implantologischen Spezialisten, da die Website keine Spezialisierungen nennt. Und für Patienten, die Praxisgrösse und Teambesetzung vor dem Anruf wissen wollen, ist die Website zu wenig auskunftsfreudig: es steht nicht, ob es einen Dentalhygieniker gibt, wie viele Assistenten, oder wie viele Behandlungsräume.